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Andrea Cuny de Pierron

lyrisch-philosophische Gedankensplitter

Dienstag, 15. Juni 2010

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.

Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen -:

Dann könnte ich in einem tausendfachen
Gedanken bis an deinen Rand dich denken
und dich besitzen (nur ein Lächeln lang),
um dich an alles Leben zu verschenken
wie einen Dank.

Rainer Maria Rilke
Eingestellt von Andrea Cuny-Pierron um 6/15/2010 Keine Kommentare:
Labels: Rainer Maria Rilke, Stundenbuch, wenn es nur einmal so ganz stille wäre
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