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"Jene Schiffe, welche verließen denselben Hafen, einem unbekannten Geschick entgegen, haben sie sich voneinander entfernt?"
Wir kennen es alle. Es schmerzt. Eigentlich wollen wir es nicht. Meistens jedenfalls. Oft ist es auch dann schwer zu akzeptieren, wenn wir es ersehnt haben. Abschied. Loslassen.
„Man kann nicht zweimal in denselben Fluß steigen,“ sagt Heraklit. Und obwohl wir das wissen, können wir es schwer annehmen.
Unsere Kinder werden groß, wir müssen sie gehen lassen. Wir ziehen um, wechseln den Arbeitsplatz, Freunde verlassen uns, Partner.
Wir haben uns so sehr an etwas in unserem Leben gewöhnt, dass wir es nicht missen wollen. Aber das Leben ist Veränderung.
Dieses "stirb und werde" ist ein Teil unseres Lebens und es hat wenig Sinn sich dagegen zu wehren, weh tut es alle Mal. Wahrscheinlich müssen wir durch diesen Schmerz hindurch gehen. Ihn annehmen. Transformieren.
Selige Sehnsucht
Sag es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet:
Das Lebendge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.
In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.
Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.
Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.
Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
J.W. Goethe
Sag es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet:
Das Lebendge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.
In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.
Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.
Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.
Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
J.W. Goethe
mit den flügeln der zeit fliegt die traurigkeit davon...
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