Heut ist Vatertag, ich denke darüber nach, was Vater sein bedeutet. Welche Rolle spielt er für seine Kinder. Die Rolle der Mutter ist relativ einfach zu erklären, diese hat sich auch im Laufe der Geschichte nicht wesentlich verändert.
Wofür wird ein Vater gebraucht? Hat er im Vergleich mit der Mutter viel oder wenig zu bedeuten?
Nun dies ist wohl eine komplexe Frage und lediglich mehrdeutig zu beantworten. Erst das Kind macht den Mann zum Vater, also ist es nicht unerheblich welche Bedeutung das Kind für den Mann hat. Es ist entscheidend für die Entwicklung des Vaters hin zur Vaterfigur.
Die Vaterbilder, die die Geschichte über die Jahrhunderte hinweg gezeichnet hat, sind unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen das Spannungsfeld, in dem der Vater steht. Er ist bedeutsam oder bedeutungslos, selbstbewusst oder ohnmächtig, gut oder böse, autoritär oder gütig, kompetent oder unfähig.
Als Patriarch wird der Vater gefürchtet, er steht über der Mutter und entscheidet über das Wohl der Anderen, diese Macht setzt er ein, wie es ihm gefällt. Mit Liebe hat das wohl wenig zu tun. Es gibt heutzutage sehr viele Väter, die sich liebevoll um ihre Kinder kümmern, aber es gibt auch immer noch den anderen Vater. Er ist autoritär, hart, grob und strafend. Er kontrolliert, greift ein und greift durch. Er ist laut, streitsüchtig und unnachgiebig. Er ist gefühlskalt und gleichgültig. Er ist Wochenend- und Freizeitvater, abwesend oder gar nicht vorhanden. Er vernachlässigt sein Kind, missachtet dessen Bedürfnisse, vergreift sich an ihm und missbraucht es. Bei aller Romantik, die solche "Feiertage" mit sich bringen, darf man das niemals vergessen!
Die Rolle des Mannes für seine Kinder ist nicht zu unterschätzen. Durch seine männliche Eigenart und seine grundsätzliche Andersartigkeit ist die Bedeutung, die der Vater für sein Kind hat, eine andere als die der Mutter.
Das heißt, seine Aufgabe besteht darin, sich dem Kind mit seinen besonderen
Eigenarten zu vermitteln, um letztendlich die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau aufzuzeigen (man denke an Jungs Animus und Anima) Vater und Mutter im Kind zu implementieren, dessen Ablösung von seiner Mutter in Gang zu setzen und es auf seine eigene Geschlechtsrolle vorzubereiten.
Vater, Mutter und Kind sind an allem beteiligt, was in der Familie vorgeht, und zwar unabhängig davon, wann, wie und wie stark sie tatsächlich beteiligt sind und ob sie an oder abwesend sind.
Ich wünsche allen Vätern, es möge ihnen die Erziehung gut gelingen!!
Ich bin nicht der Dauerempfehler
vor 3 Tagen
...und selbiges wünsche ich auch allen Müttern. ;)
AntwortenLöschen