Montag, 13. Juli 2009

Vergleiche können einem das Glück vermiesen....

Vergleiche können einen glücklich machen.....

So steht es im Bestseller "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" von Francois Lelord. Also wie jetzt?
Was macht uns denn so einzigartig? So besonders?
Was sind wir, wenn wir nicht mehr schön sind, nicht mehr jung und dynamisch, nicht mehr erfolgreich. Was bleibt von uns?

Wir leben in einer Welt der Selbstdarsteller. In einer Welt der Bilder. Gut rüberzukommen ist das Wichtigste. Lächeln, schlank und attrativ sein. Kreativ und belesen, weit gereist natürlich. Ja, so sehen wir uns gerne, so sieht man uns gerne. Die ganze Welt ist Bühne und nie war die Bühne so groß wie dieser Tage. Die Medien regieren die Welt, was darin transportiert wird bestimmt unser Leben, unseren Alltag. Wir beziehen unsere Informationen daraus. Wir aufgeschlossene, innovative Menschen wahrscheinlich 95 Prozent unserer Informationen.
Neulich sagte jemand zu mir, "Es tut gut, eine Zeitung in der Hand zu haben, nicht weil man wissen will, was drinnen steht, das hat man meist schon zig-mal gelesen. Nein, das Gefühl, es ist ein anderes Gefühl als die Information online zu konsumieren. Es ist ruhiger, andere Sinne sind beteiligt."

Wir sehen online eine Vielzahl von Menschen, wir lesen eine Vielzahl von Narichten, Information und anderes. Wir sind umgeben von Illusion, denn niemand von uns kann sagen, ob die Schöne mit dem erotischen Bild wirklich so aussieht, wie auf diesem Foto.
Wir wissen nicht, ob sie duftet, ob sie lächelt wenn sie ein Kind spielen sieht, ob sie einer alten Frau den Sitzplatz anbietet. Nein, wir sehen nur ein Bild, wir sehen viele Bilder.
Mit vielen Bildern kann man sich nicht vergleichen, es sind zu viele, zu viele Gute, zu viele Besondere, zu viele Kreative, Innovative, alle perfekt informiert und immer up to date.

Ja, so sind wir, wir sind das Bilderbuch des Lebens, vergleichen uns mit unseren Trugbildern, versuchen uns einzureihen in das Netz aus Illusionen und ertrinken letztlich darin.....

wenn wir nicht unsere anderen Sinne einschalten. Mit geschlossenen Augen sieht die Welt leuchtender aus. Nur mit dem Herzen sieht man gut. Dem Herzen ist es egal, ob der eine tolle Typ eine Million Follower hat. Nachts wenn er sich ins Bett legt, die Augen schließt kann der den Atem seiner Follower nicht hören, die Haut nicht riechen....

Ja, ich bin müde.
Manchmal bin ich sehr müde die Bilder zu verdauen, die ich sehe
tagtäglich
aber dann streiche ich mir meine weißen Haare aus dem Gesicht und schließe die Augen und weiß, das Leben ist auf einer anderen Festplatte

2 Kommentare:

  1. augen schliessen und anhören....
    http://www.youtube.com/watch?v=tJ9_CNz4i0M

    AntwortenLöschen
  2. danke dir, so lange es solche Menschen wie dich gibt, ist meine Welt in Ordnung!

    AntwortenLöschen